10 Jahre Bürgerliste Flörsbachtal im Jahr 2016

Flörsbachtal (hs). Es war ein historischer Moment für Flörsbachtal, als hier vor zehn Jahren eine neue Kraft die politische Bühne betrat. Am 17. Januar 2006 gründete sich die Bürgerliste Flörsbachtal (BLF). Ziel war es, das bisherige „Einparteiensystem“ in Flörsbachtal abzulösen.


Treibende Kraft war Thomas Meister, der zuvor bei der Bürgermeisterwahl, als es um die Nachfolge von Horst Sakschewski ging, unterlegen war. Es ging ihm aber darum, seinen Mitbewerber Richard Freund, der nach dem ersten Wahlgang zum Bürgermeister beste Chancen auf dieses Amt hatte und sich dann auch in der Stichwahl gegen Bettina Müller durchsetzte und Bürgermeister wurde, politisch zu unterstützen.


Die Versammlung, die im Sportheim in Lohrhaupten stattfand, stieß auf großes Interesse. Über 50 Flörsbachtaler waren gekommen. Von diesen wollten 44 definitiv die neue Liste unterstützen. Die Unterstützer der Liste beschlossen damals einstimmig die neue Liste „Bürgerliste Flörsbachtal“ (BLF) zu nennen. Ferner beschlossen sie, dass die BLF unabhängig bleiben soll.


In seiner Ansprache betonte Meister, dass es Ziel der Veranstaltung sei, eine gute Liste für die Kommunalwahl am 26.März aufzustellen. „Wir wollen in Gemeindevertretung und Gemeindevorstand“, erklärte Meister.
Die Politik der BLF solle ausschließlich am Bürger ausgerichtet sein. „Natürlich ist es auch Ziel unserer Arbeit den hoffentlich neuen Bürgermeister Richard Freund in seiner Arbeit kritisch aber dennoch konstruktiv zu unterstützen“, so Meister weiter.


Gleichzeitig schloss Meister jedoch aus, dass die BLF Türöffner für irgendwelche parteilichen Gruppierungen sein könne. Zudem wolle die Bürgerliste Flörsbachtal niemandem eine Plattform bieten, um irgendwelche Streitigkeiten oder Enttäuschungen aus der Vergangenheit aufarbeiten zu können.


Zur Unterstützung und Beratung der Anwesenden waren Herbert Bien aus Jossgrund und Heinz Breitenbach aus Linsengericht von der FWG des Main-Kinzig-Kreises erschienen. Breitenbach sah es als großen Fortschritt an, dass sich nun eine unabhängige Liste in Flörsbachtal gründete. Die Struktur in Flörsbachtal sei doch de facto so gewesen, dass es hier bisher nur eine Einheitsliste gab. 


Die BLF wollte einiges ändern in Flörsbachtal. Man wolle dafür eintreten, dass jeder Bürger in Zukunft die gleichen Rechte haben solle, was nach Auffassung vieler Gründer bisher nicht immer der Fall gewesen sei. Jedenfalls ging dies aus vielen Stellungnahmen der Anwesenden hervor. Man kritisierte „Parteigeklüngel“, das bisher an der Tagesordnung gewesen sei. Auch wurde kritisiert, dass Andersdenkende beschimpft und klein gemacht wurden, sogar Repressalien ausgesetzt gewesen seien. 


Das sollte sich nun ändern, so der erklärte Wille der BLF. Es war eine Euphorie zu spüren, die auch an der Kommunalwahl anhielt. Denn da kam die Bürgerliste Flörsbachtal auf Anhieb auf über 41 Prozent der Stimmen und konnte somit mit sechs Abgeordneten in die Gemeindevertretung einziehen. Im Gemeindevorstand hatte sie damals mit Gerhard Laschet und Rolf Jülg zwei Personen.


Inzwischen ist das Mehrparteiensystem in Flörsbachtal etabliert. Zu den Kommunalwahlen treten zur Zeit drei Parteien oder Gruppierungen in Flörsbachtal an. Nämlich die SPD, die BLF und die Soziale Bürgerfraktion (SBF).

 

 

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